Sprechstörung / Dyslalie

Hier runter versteht man Auffälligkeiten im Bereich der Artikulation. Einzelne Laute oder Lautverbindungen können nicht korrekt gesprochen werden. Bei einer Dyslalie handelt es sich um eine Sprechstörung bei der das Sprachsystem nicht beeinträchtigt ist. Beispiele für Dyslalien findet man z.B. im Sigmatismus (lispeln) wobei die Zunge bei der Lautbildung zwischen den Zähnen liegt oder an den Zähnen anstößt, wodurch es zur Lautentstellung kommt. Ebenso wie beim Schetismus (sch), wobei es durch z.B. eine unzureichende Schnuten Bildung zur Klangveränderung bei der Lautbildung kommt. Im Vorfeld ist dringend eine Abklärung über ein intaktes Gehör zu empfehlen, da nicht selten die sogenannten Paukenergüsse verantwortlich für Artikulationsstörungen dieser Art sind.

 

Phonologische Störung

Ein oder mehrere Laute die das Kind noch nicht erworben hat, werden durch einen anderen Laut ersetzt, ausgelassen oder verzerrt gebildet. Einzellaute können häufig korrekt gebildet werden. Die Prozesse werden in ihrem Auftreten nach den Merkmalen konstant und inkonstant sowie konsequent und inkonsequent beurteilt.  Der Lauterwerb der deutschen Sprache gilt ab dem vierten Lebensjahr als abgeschlossen. Eine frühzeitige Therapie bei  einer länger bestehenden  phonologischen Störung ist empfehlenswert.

 

Kindliche Sprechapraxien

Die Sprechapraxie ist eine Störung der Handlungsplanung  der Sprechmotorik und deren geplante Bewegung wie z.B. willkürliche Muskelbewegungen im Zuge der Artikulation. Sprechapraxien können sowohl im Kindesalter als auch im Erwachsenenalter auftreten und gelten als Programmierungsstörung von Sprechbewegungen.  Bei einer sprechapraktischen Störung kommt es häufig zu Suchbewegungen, Lautentstellungen, Sprechanstrengung und Phonem Fehlern. Sprechapraxien bedürfen einer gezielten Vorgehensweise die durch Therapiekonzepte wie Taktkin nach Beate Birner – Janusch behandelt werden können.

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